Sinndimension einer Situation

Posted in Uncategorized with tags on 07/30/2018 by Harry B.P. Jaeger

Sollte das Alphabet den Unterschied ums Ganze definieren?

Sollte das Alphabet den Unterschied ums Ganze definieren? In vielen Hinsichten ähneln sich die chinesische und die griechische Weisheitslehre, aber vor die Wahl gestellt, ein entweder situatives oder ein teleologisches Handlungsmodell zu pflegen, entscheiden sich die Griechen für das teleologische. Das teleologische Modell misst das Handeln an den Zielen, die es sich setzt, mit entsprechend großen Chancen, ein Situationspotential zu übersehen, das sich für alternative Ziele und alternative Handlungen hätte nutzen lassen. Das situative Modell schaut von vornherein auf die Situation und ihr Potential und lässt sich nur daran messen, ob Chancen, der Situation eine andere Wendung zu geben, gesehen wurden oder nicht.

Die beiden Modelle unterscheiden sich im Akzent, den sie setzen. Das teleologische Modell hält die Situation latent, in der es zu verschiedenen Zielsetzungen kommt. Es zieht die Aufmerksamkeit von der Gegenwart ab und richtet sie auf eine Zukunft, in der es bestimmte Ziele zu erreichen gilt, und auf eine Vergangenheit, die es erlaubt, diese Zielsetzungen zu motivieren und zu rechtfertigen. Das situative Modell hingegen hältst die Zielsetzungen latent. Dass und was jemand in bestimmten Situationen erreichen will, versteht sich entweder von selbst oder ergibt sich als Überraschung im Nachhinein, dann jedoch als eine Überraschung, die nicht überrascht, sondern die gegebenen Verhältnisse und die darin motivierten Zielsetzungen, einen Krieg zu gewinnen, einen Fürsten zu überzeugen, eine Ehefrau zu finden oder was immer, bestätigt.

Es ist wichtig zu sehen, dass es sowohl in China wie in Griechenland beide Modelle gibt. Wir haben es daher nicht mit verschiedenen Welten zu tun, sondern mit verschiedenen Akzentsetzungen. Wir haben es auch nicht mit der Unmöglichkeit zu tun, sich wechselseitig zu verstehen, sondern mit der Notwendigkeit, die jeweils eine Präferenz für das entweder situative oder teleologische Modell als eine Präferenz innerhalb der selben Alternative zu erkennen. Das situative Modell pflegten die Griechen unter dem Stichwort der metis, der listenreichen und wachsamen Klugheit. Von ihr wissen die Männer der Tat, während die Männer des Wissens die Idee des telos pflegen, des Zieles, an dem ein Handeln sich spätestens dann messen lassen muss, wenn es in der Akademie diskutiert wird. Und niemand wird den chinesischen Weisen ihre Teleologie absprechen. Der Weise wie der Fürst, den er berät, wissen sehr wohl, was sie erreichen wollen und was sie verhindern müssen. Aber ihr Verhalten orientiert sich situativ an Klugheitsregeln, nicht an Rechtfertigungsmustern. Sie handeln nicht, sondern sie agieren, wenn man unter einer Handlung den Versuch versteht, anschließend in einer anderen Situation zu sein, und unter einer Aktion den Versuch, erst einmal herauszufinden, in welcher Situation man steckt, sei es nun, dass man nach Möglichkeiten sucht, auf das eigene Mitspielen aufmerksam zu machen, sei es, dass man versucht, herauszufinden, wer die anderen Mitspieler sind und in welcher Haut sie stecken.

Die Griechen jedoch haben es nicht mit Situationen, sondern mit Handlungen zu tun. Sie agieren nicht, sondern sie handeln, und dies entweder tragisch oder komisch, entweder heroisch oder, als Entlastungskategorie für alle anderen, alltäglich. In jedem Fall jedoch haben sie es mit einem Drama zu tun und damit auch mit einer Geschichte, die sich zwar im Kosmos als ewige Wiederkehr des Gleichen abspielt, auf Erden jedoch als durchaus schicksalsreiches Geschehen unter Menschen. Eine Klugheit gibt es nur im Rahmen der Geschichte. Sie wird auch nur dort, am Hofe, reflektiert, wo sich die Entscheidungen vorbereiten, die dann entweder den Erfolg oder den Untergang nach sich ziehen. Sie wird durch die Geschichte gerahmt, nicht umgekehrt. In China hingegen rahmt die Klugheit jede mögliche Geschichte, die deswegen letztlich auch nicht stattfindet. In China dominiert die Wiederkehr des Gleichen, auch wenn es mal die einen, mal die anderen erfolgreicher werden lässt und mal die einen, mal die anderen in den Untergang reißt.

Beide Gesellschaften, die chinesische wie die griechische, sind Schriftgesellschaften. Beide haben die Einführung der Sprache und damit die Dynamik der Stammesgesellschaft hinter sich und die Einführung des Buchdrucks und damit die Dynamik der modernen Gesellschaft noch vor sich. Von der Stammesgesellschaft wissen sie, von der modernen Gesellschaft wissen sie nichts. Strukturell geprägt von den Formen, die die Stammesgesellschaft gefunden hatte, um mit der Katastrophe der Einführung eines Überschusses an Referenzen fertig zu werden, haben die antiken Hochkulturen mit der Katastrophe oder Einführung eines Überschusses an Symbolen zu tun. Bedeutete der Überschuss an Referenzen, dass die Stammesgesellschaft Regelungen finden müsste, was ein Wort meinen kann, wer es an wen richten darf und wann ist ausgesprochen werden darf, so bedeutet der Überschuss an Symbolen, dass die Schriftgesellschaft Regelungen finden muss, auf welche Schriftzeugnisse man sich in welchen Situationen berufen darf. Brachte die Einführung der Sprache eine über die Wahrnehmung von Körpern koordinierte Gesellschaft durcheinander, so die Einführung der Schrift eine über die Grenze zwischen Ritualgemeinschaften geordnete Gesellschaft.

Im Unterschied zu den Piktogrammen der Chinesen ist die Schrift der Griechen alphabetisch. An die Stelle eines kosmologischen Denkens im Kontext mystischer und mythologiesierbarer Ursprünge, das die Piktogramme zunächst nur unterstützen, tritt ein analytisches Denken, das an der Möglichkeit der Zergliederung und des Zerfalls den zunächst ungesicherten Zusammenhang der Dinge zu studieren lernt. Im qualitativen Sprung vom Bild zum Laut und dessen Fixierung steckt die Entdeckung des Unterschiedes, den ein Moment, kairós, jetzt machen kann. In der alphabetischen Schrift wird das vorübergehende, dass auftauchende und wieder verschwindende Wort angehalten und werden an dieser Differenz Zeitfluss und Ereignis unterscheidbar.  Man hat es nicht nur mit Bildern zu tun, die ihrer situativen Verwendung kontrolliert werden müssen, sondern mit einem Alphabet, das kontigent werden lässt, wie es weitergeht. Die Griechen haben keine andere Wahl, als das teleologische Modell zu forcieren.  Aristoteles erfindet es, weil außerhalb einer Bindung der Welt an die angemessenen Plätze, die alles Seiende in ihr findet, an die Vernunft der Verhältnisse nicht mehr zu glauben wäre. Die Berufung auf das telos jedoch erlaubt es, des Überschusses der Symbole nicht nur Herr zu werden, indem sie ihn jeder Kommunikation als teleologisch entweder passend angenommen oder unpassend abgelehnt werden können, sondern sie einzubringen in eine Gestaltung der Welt, die an Zuständen der Perfektion ihren Maß, an Zuständen der Korruption ihr Problem und an der Suche nach und Wiedergewinnung von angemessenen Plätzen für Menschen und Dinge ihre geschichtliche Dynamik gewinnt.

Während die Chinesen ihre Piktogramme in ein Referenzmodell der mündlichen Sprache einfügen, das es ihnen erlaubt, an den bewährten Formen des Respektes vor Grenzen und der Faszination von Geheimnissen festzuhalten, als mache die Einführung der Schrift keinen Unterschied zur Stammesgesellschaft, revolutionieren die Griechen ihr Weltmodell und beginnen ein Abenteuer der Geschichte, das wohl nur unzulänglich auf den Begriff des Schicksals gebracht werden kann. Wie die Ägypter, die Platon und Aristoteles abschreckend vor Augen hatten, werden auch die Chinesen Bürokraten. Hieroglyphen wie Piktogramme erlauben es offenbar, die Ritualgemeinschaften der Stammesgesellschaft mit wesentlich größerer Reichweite als je zuvor zu reproduzieren und zu formulieren, ohne wie in Griechenland das Risiko einzugehen, dass Handel, Politik, Kunst und Wissenschaft Skalen der Bürokraten durcheinander bringen und mit innovativen Ideen die Verhältnisse neu sortieren. Mit anderen Worten, selbstverständlich agieren die Griechen so klug wie die Chinesen. Im Unterschied zur Klugheit der Chinesen führt dies jedoch nicht zur Bestätigung, sondern zur Veränderung der Verhältnisse. Die Chinesen variieren das Bewährte, ohne auf die Idee zu kommen, es zu analysieren und zu rekombinieren. Die Griechen hingegen analysieren es und rekombinieren es im Zuge eines Prozesses der ebenso praktischen wie poetischen und theoretischen Neugier, der bis heute sein Ende noch nicht gefunden hat.

Das teleologische Handlungsmodell liefert dazu nur die normative Kontrastfolie. Man setzt sich Ziele, an denen man sich messen lässt, während man längst und höchst situativ die Mittel auswechselt, die es erlauben, sie zu erreichen. Oder man beruhigt die allfälligen Beobachter, dass man sich an die von allen konsentierten Mittel hält, während man längst Ziele verfolgt, die man einstweilen still und leise für sich behält. Man wird dieses teleologische Modell später auch das „rationale“ Handlungsmodell nennen. Und man wird daran festhalten, dass es für die Deklaration von Normen so viel Platz hat wie für die ebenso kluge wie prozessuale und damit situationsabhängige Neubestimmung des Verhältnisses von Mittel und Zweck. In der losen Koppelung zwischen den deklarierten, gleichsam global legitimierbaren Handlungen einerseits und dem geschickten, lokal angemessenen Agieren andererseits hat dieses griechische und inzwischen westliche Handlungsmodell seine eigentliche Pointe. Und in dieser Form haben es die Chinesen nicht nur längst übernommen, sondern immer schon verfolgt. Auf dem Umweg über China entdeckte der Westen seine eigenen Klugheitslehren.

Sinndimension einer Situation

„Frühkindliche Erinnerungen sind oft fiktiv“

Posted in Uncategorized on 07/23/2018 by Harry B.P. Jaeger

_MG_1614.jpg

Knapp 40 Prozent der Erwachsenen können sich laut einer britischen Befragung an Erlebnisse aus den ersten beiden Lebensjahren erinnern. Das Problem dabei: Das ist gar nicht möglich.

Eigentlich wollte das Psychologen-Team von der City University of London erforschen, was erste Erinnerungen aus der Kindheit typischerweise charakterisiert. Dazu sollten die 6.641 Studienteilnehmer ihre erste Erinnerung detailliert schildern und angeben, wie alt sie zum Zeitpunkt des beschriebenen Erlebnisses waren.

Das Ergebnis war für die Forscher überraschend: Fast 40 Prozent der Befragten schilderten Ereignisse, die vor ihrem zweiten Geburtstag stattgefunden hatten – beziehungsweise hätten: Denn nach dem aktuellen Stand der Forschung ist es nicht möglich, sich als Erwachsener an so frühe Ereignisse zu erinnern. Die Autoren gehen davon aus, dass es sich bei den Erzählungen um „fictional memories“, also fiktive Erinnerungen handelt.

„Mentale Vorstellungen“

„Typischerweise entstehen die ersten Erinnerungen im Alter von etwa drei Jahren“, so Shazia Akhtar, die Hauptautorin der Studie. Bei besonderen Ereignissen, etwa der Geburt kleinerer Geschwister, könne es sein, dass Erinnerungen bereits im Alter von rund zwei Jahren entstehen. Davor sei das Gedächtnis aber noch nicht so weit entwickelt, dass es bleibende Erinnerungen bilden könne. „Sich an Erlebnisse im Alter von zwölf oder 18 Monaten zu erinnern, ist schlicht unmöglich“, so die Psychologin.

Dass 38,6 Prozent der Befragten behaupten, sich an ihre ersten beiden Lebensjahre erinnern zu können und sogar 893 Personen von Erinnerungen bis zu ihrem ersten Lebensjahr berichteten, warf für die Forscher nun die Frage auf, wie diese vermeintlichen Erinnerungen zustande kommen.

Akhtar und ihr Team vermuten, dass sich dabei zwei Komponenten vermengen: erstens Fragmente von eigenen, frühesten Erinnerungen; und zweitens das Wissen über die ersten Lebensjahre, das man später aus Erzählungen von Verwandten oder aus Fotoalben erlange. Aus diesen beiden Quellen könnten „mentale Vorstellungen“ entstehen, die sich wie Erinnerungen anfühlen, schreiben die Forscher im Journal Psychological Science.

Fiktiv, aber nicht eingebildet

Ein typisches Beispiel für eine fiktive Erinnerung aus der Befragung sei etwa, wenn sich jemand daran erinnert, im Kinderwagen gelegen zu haben, so die Forscher. So eine Erinnerung könne dann entstehen, wenn etwa die Mutter erzählt, sie habe das Kind immer in einem grünen Kinderwagen spazieren gefahren. Wenn sich die betreffende Person dann diese Situation vorstellt, entstehe der Eindruck einer Erinnerung, so die Psychologen.

Den Begriff der “fictional memories“ haben die Autoren bewusst gewählt. Als falsch oder eingebildet würden sie die Erinnerungen nur ungern bezeichnen. Denn wie frühere Studien zeigen, seien auch die Erinnerungen an die Kindheit – ob fiktiv oder nicht – Teil der eigenen Lebensgeschichte und damit wichtig für ein konsistentes Selbstbild.

Quelle: Julia Geistberger, science.ORF.at

New Way to Stop Inflammation in Alzheimer’s and Immune System Disorders

Posted in Uncategorized on 03/06/2018 by Harry B.P. Jaeger

Blut-copy.jpgTraditional treatments for neurological inflammation, such as in Alzheimer’s and Parkinson’s disease, are largely ineffective because biological drugs are blocked by what is known as the blood-brain barrier.

 

A new discovery about the immune system may allow doctors to treat harmful inflammation that damages the brain in neurodegenerative diseases such as Alzheimer’s. It might also let doctors save patients from the potentially deadly inflammation of sepsis, a full-body infection that kills a quarter-million Americans every year.

The finding “opens up a whole new research area to look at neuroinflammation in the context of Alzheimer’s and Parkinson’s,” said lead researcher Bimal Desai, PhD, of the University of Virginia School of Medicine. “But the clinical impact will be in many, many different areas.”

Neurological Treatments

Traditional treatments for neurological inflammation, such as in Alzheimer’s and Parkinson’s disease, are largely ineffective because biological drugs are blocked by what is known as the blood-brain barrier. That barrier protects the brain from dangers such as bacteria or toxins in the blood, but it also makes it very difficult to get drugs into the brain. “A lot of the drugs we use right now to treat inflammation, [known as] biologicals, don’t work in the brain because they can’t get through,” explained Desai, of UVA’s Department of Pharmacology and UVA’s Carter Immunology Center.

A Better Way to Battle Inflammation

That could let researchers develop a new and better way to stop inflammation. “Small molecules are perhaps more affordable as treatments and can hit things like this ion channel switch, TRPM7,” said researcher Michael Schappe, a graduate student in Desai’s lab. “We could use that to address inflammation in a bunch of contexts, but particularly in instances like neuroinflammation, where [current] treatments are particularly ineffective.”

Desai noted that drug companies are already at work on drugs that could target this type of switch. And that could be good news for patients with many inflammatory diseases. “Right now, you have conditions like arthritis or IBD [inflammatory bowel disease], where inflammation plays a huge role. They do have very good drugs for them, but these drugs are extremely expensive and cannot be taken orally by the patients. They can cost as much as $20,000 a year,” he said. “The reason for that is that they’re biologicals. They’re protein molecules that are very difficult to make and distribute. But having identified an ion channel as a target in this context allows you to use small molecules, which are ridiculously cheap compared to biologicals and can be taken orally by the patients.”

ABOUT THIS NEUROSCIENCE RESEARCH ARTICLE

The researchers have published their findings in the scientific journal Immunity. The study’s authors were Schappe, Kalina Szteyn, Marta E. Stremska, Suresh K. Mendu, Taylor K. Downs, Philip V. Seegren, Michelle A. Mahoney, Sumeet Dixit, Julia K. Krupa, Eric J. Stipes, Jason S. Rogers, Samantha E. Adamson, Norbert Leitinger and Desai.

sources neurosciencenews

 

Ships? …driving shopping centers sensationalism and environmental impact

Posted in Uncategorized on 02/15/2018 by Harry B.P. Jaeger

Schiffe.jpg

A cruise – boom for the consumer addict society

 

High pollutant load !!!

The fresh sea breeze should not always be so pure. Just last year, UK media cited Channel 4’s „covert investigations“ of exhaust emissions issues with levels of pollutants that surpass even the values of big cities. The detected pollutant particles are so small that they could enter directly into the bloodstream, reported the „Guardian“.

The problem here is especially the heavy oil as a cheap fuel in the cruise industry with a permissible sulfur content, which is well above the permissible limits on the road. Maybe here but slowly a rethink in the industry. The „Aida Nova“, which will be launched this year, will be the first cruise ship to be operated 100 percent with the more environmentally friendly liquefied natural gas (LNG)

 ***

 

Kapazitätsengpässe bei Werften

Auch TUI, das heuer und im kommenden Jahr jeweils ein weiteres Kreuzfahrtschiff ins Angebot nehmen will, gab nun laut „FAZ“ den Auftrag für ein weiteres Modell mit dem Namen „Mein Schiff 7“. Es soll auf der finnischen Werft Meyer Turku Oy gebaut werden – eine von vier Werften in Europa, die Schiffe in dieser Größenordnung bauen können. Damit würde allein TUI Cruises auf ein Passagiervolumen von 19.000 kommen. Vor 2023 ist aber nicht mit einem Einsatz zu rechnen. Denn die Werften kommen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach neuen Kreuzfahrtschiffen mit der Produktion nicht nach.

Heuer über 27 Mio. Kreuzfahrturlauber erwartet

Ein Nachlassen des Interesses an einem Urlaub auf hoher See ist derzeit nicht zu spüren. Der internationale Kreuzfahrtanbieter-Branchenverband (CLIA) beobachtet einen kontinuierlichen Anstieg der Passagierzahlen schon seit Jahren. Für heuer wird wieder eine fünfprozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahr auf weltweit 27,2 Millionen Passagiere erwartet.

Allein zwischen 2011 und 2016 stieg die internationale Nachfrage nach Kreuzfahrten laut CLIA um über 20 Prozent. International sieht CLIA einen verstärkten Trend zu kühleren Destinationen. So hat etwa Hapag-Lloyd Cruises für die Saison 2019/20 eine 72-tägige Arktis-Umrundung im Programm.

Party statt Kapitänsdinner

Untersuchungen des internationalen Branchenverbands zufolge ist der Boom des Kreuzfahrtsegments auch darauf zurückzuführen, dass immer größere Zielgruppen erschlossen werden. Der Luxus ist eher finanzierbar geworden. Laut dem aktuellen „Cruise Travel Report“ von CLIA würden zunehmend bisherige Einkommens- und Generationenbarrieren durchbrochen. So steige die Zahl der Kreuzfahrturlauber mit niedrigerem Haushaltseinkommen, auch das Interesse der Millennials (Geburtsjahrgänge 1980 bis 2000) wachse. Als Trend ortet der Branchenverband auch verstärkt Kreuzfahrtreisen von Großeltern mit Enkeln – ohne Eltern.

Die Kreuzfahrtbranche versucht ständig, das inhaltliche Angebot anzupassen und den Generationenspagat zu schaffen – von Fitnessprogrammen über Party bis zu Abenteuerangeboten etwa mit eigener zweistöckiger Kartbahn an Deck eines Schiffs der Norwegian Cruise Line. Und neben dem traditionellen Kapitänsdinner ist auch das umfassende Unterhaltungsangebot unumgänglich – laut CLIA eines der am meisten genutzten Angebote an Bord von Kreufahrtschiffen.

Die Anbieter punkten mit unterschiedlichen Themenfahrten, Partys, Shows wie einer eigenen Cirque-du-Soleil-Ausgabe zu hoher See und musikalischem Begleitprogramm mehr oder weniger prominenter Acts. So heuerte selbst die österreichische Band Wanda vor zwei Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff an.

Touristenmagneten überfordert

Was bleibt, sind die vielfach kritisierten Umweltprobleme, die durch die schwimmenden Urlauberinseln entstehen, und Reiseziele, die durch den plötzlichen Ansturm Tausender Touristen auf einmal überfordert sind. Im vergangenen Sommer erreichten etwa an einem Tag rund 9.000 Touristen aus Kreuzfahrtschiffen das kroatische Dubrovnik. Die Altstadt hat aber laut Experten nur ein Fassungsvermögen von etwa 7.000 zusätzlichen Gästen pro Tag. In Venedig ist die Entscheidung inzwischen gefallen, dass große Passagierschiffe ab 2019 einen Bogen um die Stadt machen müssen und nicht mehr am berühmten Markusplatz vorbeifahren dürfen.

***

FAZIT : Hohe Schadstoffbelastung !!!

Auch die frische Meeresbrise dürfte nicht immer ganz so rein sein. Erst im vergangenen Jahr berichteten britische Medien unter Berufung auf „verdeckte Ermittlungen“ von Channel 4 von Abgasproblemen mit einer Schadstoffmenge, die selbst Werte großer Städte übertreffe. Die nachgewiesenen Schadstoffpartikel seien so klein, dass sie direkt in den Blutkreislauf gelangen könnten, berichtete der „Guardian“.

Problematisch dabei ist vor allem das Schweröl als billiger Treibstoff in der Kreuzfahrtindustrie mit einem zulässigen Schwefelanteil, der weit über den auf der Straße zulässigen Grenzwerten liegt. Vielleicht setzt hier aber langsam ein Umdenken in der Branche ein. Die heuer an den Start gehende „Aida Nova“ soll als erstes Kreuzfahrtschiff zu 100 Prozent mit dem umweltschonenderen Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden.

 

Quelle: ORF

 

 

 

Pfizer stopp Alzheimer Forschung und die Suche nach Medikament…

Posted in Uncategorized on 01/08/2018 by Harry B.P. Jaeger

1_MG_6283.jpg

Zu wenige Ergebnisse

Der US-Pharmariese Pfizer beendet die Suche nach neuen Medikamenten für die bisher unheilbaren Erkrankungen Alzheimer und Parkinson. Als Grund führt der weltgrößte Pharmakonzern eine Umstrukturierung der Forschungsgelder an.

Der Konzern will den Angaben zufolge nur noch in Bereichen forschen, in denen Aussichten und Erfahrung am größten sind. In Zusammenhang mit der Entscheidung sollen laut den Angaben 300 Stellen in den US-Staaten Massachusetts und Connecticut wegfallen.

Viel Aufwand, geringe Resultate

Pfizer hat in der Vergangenenheit viel Geld in die Alzheimer- und Parkinson-Forschung investiert, die Resultate blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. 2012 wurde beispielsweise der in Kooperation mit dem Pharmazie- und Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson entwickelte Wirkstoff Bapineuzumab eingestampft, nachdem er in Testphasen keine Resultate zeitigte. Der Antikörper galt zu diesem Zeitpunkt mitunter als einer der vielversprechendsten experimentellen Wirkstoffe.

Auch andere Pharmakonzerne müssen Rückschläge hinnehmen. Ende Dezember 2016 zeigte eine großangelegte Studie mit 2.100 Patienten, dass der vom US-Pharmakmonzern Eli Lilly entwickelte monoklonale Antikörper Solanezumab die chronische Verschlechterung der Gehirnleistung bei Alzheimer-Patienten nicht bremsen kann. Analysten hatten dem Medikament im Falle der Marktzulassung einen Jahresumsatz von fünf Milliarden US-Dollar zugetraut.

WHO: Verdreifachung von Demenzpatienten bis 2050

Wissenschaftler gehen davon aus, dass neurodegenerative Erkrankungen wie Demenzformen, Alzheimer und Parkinson aufgrund einer höheren Lebenserwartung in Zukunft wesentlich öfter auftreten werden. In Österreich sind derzeit geschätzte 100.000 Menschen an Morbus Alzheimer erkrankt, bis 2050 ist ein Anstieg auf 230.000 Betroffene prognostiziert. Weltweit rechnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit einer Verdreifachung auf 152 Millionen Menschen.

Pharmakonzerne ziehen sich zurück

Die Erforschung von Behandlungsmöglichkeiten erwies sich bis jetzt allerdings als weitgehend fruchtlos und teuer. Schneller Profit ist deswegen nicht in Sicht. Aus diesem Grund ziehen sich Pharmakonzerne zunehmend aus der Forschung zurück, universitären Forschungseinrichtungen fehlt hingegen oftmals das Geld. Dem steht gerade in den USA die Preispolitik von Pharmakonzernen gegenüber: Im vergangenen Jahr sorgten dort drastische Preiserhöhungen bei überlebenswichtigen Medikamenten für einen Aufschrei.

Pfizer gehört neben anderen Pharmakonzernen wie GlaxoSmithCline und Eli Lilly zu den Mitgliedern des Dementia Discovery Fund, eines 2015 gegründeten Risikokapitalfonds zur Erforschung von Demenzerkrankungen. Wie die Beteiligung daran künftig aussehen wird, blieb vorerst offen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Pfizer, man wolle einen neuen Risikokapitalfonds für Neurowissenschaft gründen.

Krankheiten derzeit unheilbar

Alzheimer ist die schwerste Form von Demenz und auf der ganzen Welt verbreitet. Sie zeichnet sich durch einen langsam fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten aus. Betroffen sind meist ältere Menschen; nur in seltenen Fällen sind die Betroffenen jünger als 60 Jahre. Die meisten Behandlungen konzentrieren sich auf den Abbau der Eiweißablagerungen, bisher aber ergebnislos.

Parkinson gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie kann Zittern, Steifheit, Gleichgewichtsprobleme und Schwierigkeiten beim Gehen sowie der Koordinierung von Bewegungen verursachen. Die Ursachen beider Krankheiten sind noch nicht geklärt, sie gelten als unheilbar. Im Fall von Alzheimer können die bisher verwendeten Arzneimittel nur die Symptome etwas bremsen.

Quelle: ORF  vom  08.01.2018

 

Professor Bernhardi

Posted in Uncategorized on 11/15/2017 by Harry B.P. Jaeger

Bin ich etwa auch ein Antisemit?
Ich, der ich immer
mindestens einen jüdischen
Assistenten habe? Gegenüber
anständigen Juden gibt
es keinen Antisemitismus.

Filitz

00_MG_6813

Theater in der Josefstadt

Inhalt

Wenn auch die Bedenken, die gegen die Aufführung des Werkes vom Standpunkte der Wahrung religiöser Gefühle der Bevölkerung vorliegen, durch Striche oder Änderung einiger Textstellen immerhin beseitigt werden könnten, so stellt doch das Bühnenwerk schon in seinem gesamten Aufbau durch das Zusammenwirken der zur Beleuchtung unseres öffentlichen Lebens gebrachten Episoden österreichische staatliche Einrichtungen unter vielfacher Entstellung hierländischer Zustände in einer so herabsetzenden Weise dar, dass seine Aufführung auf einer „inländischen Bühne“ wegen der zu wahrenden öffentlichen Interessen nicht zugelassen werden kann. Dem gegenüber kann für die Frage der Aufführung des Bühnenwerkes dessen literarische Bedeutung nicht als entscheidend ins Gewicht fallen.

Aus dem Aufführungsverbot, Jänner 1913

Dem Dichter ist es nicht um eine politische Komödie zu tun. Er will uns Menschen und Zustände oder besser bestimmte Menschen in bestimmten Zuständen zeigen und da er nicht außerhalb der Zeit und des Raumes lebt, so zeigt er uns österreichische Menschen in österreichischen Zuständen. Er kann nichts dafür, dass die Menschen und die Zustände so sind.

Arbeiter Zeitung, Februar 1913

Dass meine neue Komödie Professor Bernhardi Sie so lebhaft interessiert hat, ist mir sehr lieb. Es ist über dieses Stück gar viel herumgeredet und herumgeschwätzt, und auch Sie, sind über die Entstehungsgeschichte meines Stückes nicht ganz richtig informiert worden. Die Komödie behandelt nicht eigentlich „ein Lebensschicksal, wie es mein Vater erfahren hat“, der Inhalt ist vielmehr frei erfunden. Mein Vater hat wohl seinerzeit, mit Freunden zusammen, ein Krankeninstitut in der Art des Elisabethinums gegründet, aber wenn sein Ausscheiden vielleicht auch dem Einen oder dem Andern nicht unangenehm gewesen wäre, er ist keineswegs „hinausintrigiert“ worden, ja, ist sogar als Direktor des Instituts am 2. Mai 1893 gestorben. Meine Komödie hat keine andere Wahrheit als die, dass sich die Handlung genauso, wie ich sie erfunden habe, zugetragen haben könnte, – zum mindesten in Wien zu Ende des vorigen Jahrhunderts.

Arthur Schnitzler an Georg Brandes, Februar 1913

zur Foto Gallerie  

Alle Dateien sind © – geschützt Download nur nach Absprache

fotoharry@icloud.com

Premiere: 16. November 2017 im Theater in der Josefstadt

Regie:  Janusz Kica

Bühnenbild und Kostüme:  Karin Fritz

Dramaturgie:  Ulrike Zemme, Leonie Seibold

Licht:  Manfred Grohs

________________________________________________________________

Besetzung

Dr. Bernhardi, Professor für interne Medizin, Direktor des Elisabethinums

Herbert Föttinger 

Dr. Ebenwald, Professor der Chirurgie, Vizedirektor am Elisabethinum

Florian Beichtmeister

Dr. Cyprian, Professor für Nervenkrankheiten am Elisabethinum

André Pohl 

Dr. Pflugfelder, Professor für Augenkrankheiten am Elisabethinum

Michael König

Dr. Filitz, Professor für Frauenkrankheiten am Elisabethinum 

Christian Nickel

Dr. Tugendvetter, Professor für Hautkrankheiten am Elisabethinum 

Michael Schönborn

Dr. Löwenstein, Dozent für Kinderkrankheiten am Elisabethinum

Johannes Seilern

Dr. Schreimann, Dozent für Halskrankheiten am Elisabethinum 

Wojo van Brouwer

Dr. Adler, Dozent für pathologische Anatomie am Elisabethinum

Peter Scholz

Dr. Oskar Bernhardi, Assistent Bernhardis am Elisabethinum

Nikolaus Barton

Dr. Kurt Pflugfelder, Assistent Bernhardis am Elisabethinum

Alexander Absenger

Dr. Wenger, Assistent Tugendvetters am Elisabethinum

Alexander Strömer

Hochroitzpointner, Kandidat der Medizin am Elisabethinum

Holger Schober

Ludmilla, Krankenschwester am Elisabethinum

Alma Hasun

Professor Dr. Flint, Unterrichtsminister

Bernhard Schir

Hofrat Dr. Winkler, im Unterrichtsministerium

Martin Zauner

Franz Reder, Pfarrer der Kirche zum Heiligen Florian

Matthias Franz Stein

Dr. Goldenthal, Verteidiger

Michael Dangl      Alexander Strobele

Dr. Feuermann, Bezirksrat in Oberhollabrunn

Oliver Rosskopf

Kulka, ein Journalist

Patrick Seletzky

Tibetzentrum – einzigartig in Europa

Posted in Uncategorized with tags , on 05/28/2012 by Harry B.P. Jaeger
© - by Harry B.P. Jaeger
Foto by Harry B.P. Jaeger

Tibet Center – unique in Europe

The Tibet Center was by His Holiness the Dalai Lama established with the aim of contributing to the promotion of human values, secular ethics, provide tolerance to compassion, etc.. Here, the Tibetan culture and areas of knowledge in an authentic and modern way will be taught. The Tibet Center – I.I.H.T.S. is the only Western institution where – in close collaboration with the University of Higher Tibetan Studies in Sarnath, Varanasi, India, and the Medical and Astrological Institute Tsee human SH-Khang are the five classic Tibetan areas of knowledge (Rigne) conveys – the Dalai Lama in Dharamsala, India. Overall, far more than 3000 participants from many nations, the comprehensive education of the true center in Tibet mountain hut.

Tibet Center

————–

Das Tibetzentrum wurde von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zur Förderung der menschlichen Werte, der sekulären Ethik, von Toleranz, Mitgefühl etc. zu leisten. Hier werden die tibetischen Kultur- und Wissensgebiete auf authentische und zeitgemäße Weise vermittelt. Das Tibetzentrum – I.I.H.T.S. ist die einzige westliche Institution, an der – in enger Zusammenarbeit mit der Universität für Höhere Tibetische Studien in Sarnath, Varanasi, Indien, und dem Medizin- und Astrologie-Institut Men-Tsee-Khang S.H. des Dalai Lama in Dharamsala, Indien – die fünf klassischen tibetischen Wissensgebiete (Rigne) vermittelt werden. Insgesamt nahmen bisher über 3000 Teilnehmer aus vielen Nationen das umfassende Bildungsangebot des Tibetzentrums in Hüttenberg wahr.

Dalai Lama

བསྟན་འཛིན་རྒྱ་མཚོ་